Dialyse

Ziel einer guten nephrologischen Therapie ist es, die Nieren und deren Funktionen zu erhalten und die Dialysetherapie, d. h. ein Nierenersatzverfahren zu vermeiden. Leider gelingt dies nicht immer.

Wann muss mit der Dialyse begonnen werden?

Der Verlust der Nierenfunktion, sei es durch akute oder chronische Nierenerkrankungen, führt zu vielfältigen Symptomen, die aber oft nicht spezifisch für einen fortgeschrittenen Verlust der Nierenfunktion sind: verminderte Leistungsfähigkeit, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Juckreiz, Übelkeit und auch Erbrechen werden beobachtet. In Kombination mit der Krankengeschichte, den Laborwerten und apparativen Befunden, z. B. der Ultraschallbeurteilung der Nieren, sind diese aber eindeutig zu interpretieren. Schwere Vergiftungserscheinungen stellen einen Notfall dar und erfordern einen sofortigen Beginn der Dialysetherapie, oft sogar im Krankenhaus. Durch einen rechtzeitigen Beginn der Behandlung können, insbesondere bei älteren Patienten, Krankenhausaufenthalte und Folgeerkrankungen vermieden werden.

Welche Dialyseverfahren gibt es?

Es stehen zwei unterschiedliche Verfahren zur Verfügung:

Jedes dieser Verfahren bietet Vor- und Nachteile, und nicht jeder Patient ist für jedes Verfahren geeignet. Alle Ärzte der Gemeinschaftspraxis verfügen über langjährige Erfahrung, sodass nach ausführlicher Beratung das für jeden Patienten am besten geeignete Verfahren ausgewählt wird.

Wie wird sich mein Leben verändern, wenn ich Dialysepatient bin?

Eine gute Dialysetherapie hat das Ziel, die Folgeerscheinungen des Nierenversagens bestmöglich zu behandeln und die Lebensqualität zu erhalten, damit der Patient auch weiterhin möglichst aktiv an seinem familiären und sozialen Umfeld teilhaben kann. Insbesondere für berufstätige Patienten bieten wir deshalb auch Abend- und Nachtdialysen an. Ohne Zweifel ist der Beginn einer Dialysetherapie aber ein deutlicher Einschnitt und erfordert Umstellungen in der Lebensweise. Dabei sind die Ärzte der Gemeinschaftspraxis, unser gut ausgebildetes Personal und auch unser eigener Sozialdienst behilflich.